Cross DM in Zittau

Weigert Mai Hagen

CIS Trio erfolgreich bei Deutscher Meisterschaft im Crosstriathlon – Claudia Mai holt Hawaii Quali und wird Deutsche Vizemeisterin.

Bei der Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Crosstriathlon bewies das Triathlon Team des CIS Amberg, dass man mittlerweile auch in der Geländevariante in der deutschen Spitze angekommen ist. Austragungsort war der größte Crosstriathlon Deutschlands, bei der 17. „o-see-Challenge“ in Zittau kämpften insgesamt 1300 Athleten aus 25 Nationen gleichzeitig um Qualifikationsplätze für die X-Terra Weltmeisterschaften in Maui auf Hawaii. Das hier einmal mehre tausend Zuschauer den Weg der Athleten begleiten und eine ganze Region das ganze Wochenende auf den Beinen ist, hätte sich im Jahr 2000 niemand gedacht, als „fünf Verrückte“ als Teilnehmer sich diesen Wettbewerb ausgedacht hatten und heute noch an der Organisation beteiligt sind.

Ist das Schwimmen mit 1,5 Kilometern noch vergleichbar mit der olympischen Distanz auf der Straße, hat der Rad- und der Laufpart beim Crosstriathlon eine stärkere Gewichtung. In Zittau bedeutet dies: 36 Kilometer über 1200 Höhenmeter über teilweise rutschige und verblockte Felsabfahrten durchs Zittauer Gebirge und Crosslauf mit Wassergräben und permanenten Auf- und Ab. Zu den ständig erforderlichen Rhythmuswechseln gesellte sich am Renntag bedingt durch die Starkregenfälle der Nacht davor ein aufgeweichter Boden auf der Strecke mit knöcheltiefen Matsch. Keine leichte Aufgabe für Claudia Mai und Jörg Weigert, die das erste Mal am Start waren und berufsbedingt keine Zeit war, früher anzureisen. Bernd Hagen hatte dort schon dreimal gefinisht und dadurch den Vorteil zu wissen, welche Herausforderung bevorstand.

Nach dem Schwimmen mit Neoprenverbot hatte Weigert die beste Ausgangsposition als er im vorderen Feld nach 22:41 min das Wasser verließ. Mai konnte nach 25:50 min bereits Anschluss an die Spitze des Damenfelds herstellen, Hagen blieb mit unter 29 Minuten Schwimmzeit auf Kurs. Damit war die „sauberste“ Disziplin des Tages schnell abgehakt. Durch die schweren Verhältnisse blieben auf der Radstrecke zwei Optionen: Entweder auf volles Risiko fahren und einen häufig dann schweren Sturz riskieren oder die Abfahrten moderat und auf Sicherheit angehen. Das CIS Trio entschied sich geschlossen für letzeres, auch wenn Hagen durch seine Streckenkenntnis und seine MTB Rennerfahrung Vorteile hatte und als erster auf die Laufstrecke ging.

Den Radpart überstanden alle ohne größere Blessuren und beim abschließenden Crosslauf schlug die Stunde von Claudia Mai, die als starke Läuferin auch im Gelände alle Register ziehen konnte. Mit einer Laufzeit von 48:12 min auf einem harten Crosslaufkurs über gut 9 Kilometer erreichte sie eine Spitzenzeit selbst im mit angetretenen Feld der Profidamen. Damit war dem Vizetitel bei den Deutschen Meisterschaften in der AK 30-34 der Weg geebnet, mit der Endzeit von 3:35:23 Stunden qualifizierte sie sich zusätzlich noch für die X-Terra Weltmeisterschaften im Cross Triathlon in Maui auf Hawaii.

Kurz vorher landete nach 3:31:27 Stunden Bernd Hagen in seiner Altersklasse 45-49 in der Wertung der DM auf Rang fünf. Wie hoch inzwischen die Leistungsdichte im Crosstriathlon ist, zeigt der Rückstand von Mai und Hagen auf die Plätze davor. Gute zwei Minuten trennten in ihren Altersklassen Mai von Platz 1 und Hagen vom Sprung aufs Podium. Für Weigert war das Rennen der Ausklang nach einer anstrengenden Ligasaison und Ankommen im Ziel oberste Devise. Die Vorbereitung auf dem MTB im Winter hat sich jedenfalls ausgezahlt, nach 3:37:39 Stunden kam er im Ziel auf Rang 9 in der Altersklasse 40-44.

Fast schon zum „Inventar“ des Rennens zählen zwei weitere Teilnehmer aus der Region vom RSC Neukirchen. Diesmal stand das Rennen für Jonas Rabenstein unter keinem guten Stern. Am Rad mit einer starken Leistung auftrumpfend, sorgten zwei Platten dafür, dass er zum Schluss nur mehr schieben als fahren konnte. Dennoch kämpfte er sich durch und kam nach 4:22:15 Stunden ins Ziel. Sein Vater Klaus kam in der AK 50-54 nach 4:25:41 Stunden auf Rang 11.

In den nächsten Wochen stehen für die Triathleten des CIS Amberg die letzten Triathlons der Saison an. Schon heute kann rückblickend auf die Saison gesagt werden, dass die geplanten Ziele bereits jetzt mehr als erreicht wurden.