Olympische Distanz in Hof und Schongau für die Ligastarter

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Mit den vorletzten Läufen der Triathlon Regionalliga in Schongau und Landesliga Nord in Hof stand für die Athleten des Weltenburger Teams CIS Amberg am vergangenen Sonntag das Format der olympischen Distanz im Rennkalender. Beide Wettkämpfe über 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer auf dem Rad und 10 Kilometer Laufen hatten es diesmal richtig „in sich“. Dazu gesellten sich in Schongau sämtliche bayerische Spitzenathleten, da zeitgleich die bayerischen Meisterschaften der Elite ausgetragen wurden.

Unterschiedliche Bedingungen und Wetterkapriolen gehören im Ausdauersport zu den täglichen Herausforderungen. So war der bergige und verwinkelte Kurs in Schongau nicht nur schwer zu absolvieren, es kam noch böiger Wind dazu. Immerhin war die Schwimmstrecke im knapp 18 Grad warmen Lech noch recht angenehm zu schwimmen, danach war auf dem Rad aufgrund der Windschattenfreigabe und den teilweise giftigen Anstiegen auf Kopfsteinpflaster kluges Taktieren angesagt.

In der Besetzung Gabi Keck, Claudia Mai, Tamara Zeltner und Kerstin Weiß bewies das Damenteam erneut, dass es zu den besten in Bayern gehört. Allerdings wurde der Vorwärtsdrang diesmal durch einen Platten gebremst, so dass Keck auf der Radstrecke den Wettkampf aufgeben musste und Mai und Zeltner alleine auf den abschließenden Lauf im „Hexenkessel“ genannten Kurs in der Altstadt wechselten. Beide ließen sich von der entstandenen Situation nicht beirren und finishten mit nur 0,6 Sekunden Differenz auf den Gesamträngen 12 und 13. Nun hing es an Kerstin Weiß, noch Plätze gut zu machen, die sich am Ende mit Gesamtrang 26 deutlich steigern konnte. Der damit in der Teamwertung erreichte fünfte Platz kann sich angesichts der Umstände durchaus sehen lassen.

Die Herrenmannschaft bestand aus Leopold Grimm, Rouven Oeckl, Tim Rembold, Jörg Weigert und Michael Smola. Smola musste kurzfristig für den krankheitsbedingten Ausfall von Felix Sommerer einspringen. Grimm konnte das beste Tagesergebnis erzielen, lag er nach dem Radsplit noch auf dem 30. Gesamtrang, sprintete er auf dem 19. Platz ins Ziel. Dahinter folgten Oeckl (27.), Rembold (36.), Weigert (51.) und Smola auf Rang 59. In der Teamwertung gelang mit dem neunten Platz zwar das bisher schwächste Saisonergebnis, allerdings war das Team damit immer noch um Längen besser, als bei den meisten Rennen im Vorjahr.

Mit der 35. Auflage gehört der Triathlon in Hof zu den ältesten in Deutschland. Seit 1983 sorgt das Gelände rund um den Untreusee für spannende Wettkämpfe und hohe Teilnehmerzahlen. Zuschauermassen am steilsten Anstieg der Radstrecke gibt es nicht nur in Roth, sondern auch hier, selbst wenn zur Begrüßung erst mal ein Platzregen der intensiveren Sorte vom Himmel fällt. Mit Nico Krohnfoth, Frank Gildner, Markus Troglauer und Zdenek Badura schickte der CIS die bewährte Besetzung vom ersten Lauf in Forchheim an die Startlinie. Ferner gingen Norbert Huber und Bernd Hagen ins gleiche Rennen. Beide hatten am gleichen Ort vor 18 Jahren im ersten Ligajahr des CIS Amberg den Grundstock für den Aufstieg in die Bayernliga gelegt und sorgten nun knapp zwei Jahrzehnte später für die spannende Frage, in wie weit die „alten Hasen“ mit den Jungen noch mithalten können.

Krohnfoth sah nach dem Schwimmen, bei welchem aufgrund der Wassertemperatur von über 22 Grad kein Neoprenanzug erlaubt war, nach gut 20 Minuten als erstes wieder festen Boden unter den Füßen. Die übrigen Ligastarter folgten recht geschlossen rund zwei, Hagen und Huber rund sechs Minuten dahinter. Das änderte sich im Anschluss, als Hagen mit der achtschnellsten Radzeit des Tages erwartungsgemäß nach vorne drang, während Troglauer aufgrund zunehmender Rückenbeschwerden den Wettkampf abbrechen musste. Krohnfoth kam unter den knapp 200 Startern im Ziel als bester Amberger auf Gesamtrang 23 (2. M20). Gildner schob sich beim Laufen wieder an Hagen vorbei, kam auf Rang 51 (8. M20) ins Ziel, Hagen schließlich auf Platz 57 (7. M45). Mit dem Zieleinlauf von Badura auf Rang 74 (14. M20) stand der 9. Platz in der Landesligawertung fest. Huber kämpfte sich nach langer Abstinenz vom Wettkampfgeschehen kurz dahinter auf den respektablen Rang 77. (9. M45) ins Ziel.

In den einzelnen Gesamtwertungen liegen jetzt alle Ligateams auf soliden Tabellenplätzen. Den Finalläufen in Regensburg und Kitzingen in zwei Wochen kann man in diesem Jahr also etwas weniger nervös entgegenfiebern.