Mal wieder tolle Leistungen am Roth- und Chiemsee

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Mit tollen Ergebnissen bei den Traditionsveranstaltungen am Chiemsee und am Rothsee setzten die Triathleten des CIS Amberg ihre Saisonerfolge am vergangenen Wochenende fort. Sowohl im malerischen Voralpenland als auch im Zentrum des Triathlonsports in Deutschland strahlten nicht nur die neuen Wettkampfeinteiler sondern auch die Amberger Athleten beim Zieleinlauf.

Bei beiden Veranstaltungen ging am Samstag jeweils eine Sprintdistanz voraus, hier setzten beim Rennen am Chiemsee unter den 270 gemeldeten Startern Jörg Weigert und Tim Pößnicker die ersten Akzente. Bei schwülheißen Temperaturen um 34 Grad gelang Weigert über 500 Meter Schwimmen, 20 Km Rad und 5 Km Laufen trotz längerer Pause durch eine Knieverletzung der 2. Rang in der AK 40 (6. Gesamtrang), wenig später kam Pößniker in der AK 30 auf die gleiche Platzierung (18. Gesamtrang).

Dagegen herrschten im Voralpenland am Sonntag komplett andere Wetterbedingungen, heftiger Wind und starker Regen machten den Athleten über die olympische Distanz (1500m Schwimmen, 40 Km Rad, 10Km Lauf) extrem zu schaffen. Die hohen Wellen sorgten bereits beim Schwimmen für einige Aufgaben, auf der kurvenreichen Radstrecke kam es bei Regen und Windböen zu einigen Stürzen. Nicht zuletzt durch gute Vorbereitung blieben die Amberger Athleten davon verschont am Ende kamen Claudia Mai und Leopold Grimm unter den fast 450 gestarteten Teilnehmern jeweils auf Gesamtrang sieben und mit Rang zwei in ihren Altersklassen jeweils aufs Podest. Insbesondere Grimm hatte an dem Tag nur Profis vor sich und mit einer Schwimmzeit von 27:49 min. bereits als 17. in seiner eigentlich schwächsten Disziplin das Wasser verlassen und so den Grundstock für den Erfolg gelegt. Deutlich aufwärts ging es mit Rang 8 in der AK 20 für Max Bogner, während sich Phillip Grimm gleich für seinen ersten Triathlon überhaupt das „richtige“ Wetter herausgesucht hat. Nach einem beherzten Wettkampf kam er auf Rang 19 in der AK 25.

Im Staffelwettbewerb ging Jörg Weigert erneut als Radfahrer an den Start. Zusammen mit Daniel Unger (Triathlonweltmeister über die olympische Distanz in 2007) als Schwimmer und Joachim Behrend als Läufer gelang der 10. Gesamtrang unter 36 Staffeln. Das ist im Normalfall ein Routineergebnis, erscheint aber in einem völlig anderem Licht, wenn man weiß, das Joachim Behrend, der sonst für den Skiclub Schwandorf startet, mit über 50 Jahren erst letztes Jahr behutsam mit Triathlon begonnen hat. Dem voran ging eine Gewichtsabnahme von über 70 Kilogramm und davor stand jahrzehntelang gar kein Sport auf dem Programm. Sein sportlicher Werdegang ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass es im Grunde nie zu spät ist, mit Ausdauersport anzufangen.

Auch nach 28 Jahren hat das Traditionsrennen am Rothsee nichts von seiner Attraktivität verloren. Allein der Sprint am Samstag verzeichnet jährlich mehr Teilnehmer. Hier räumte erneut Ben Eckl kräftig ab, diesmal trennten ihn im Ziel nur 8 Sekunden vom Gesamtsieger, er konnte seine Altersklasse Jugend A souverän gewinnen. Rang drei Gesamt (2. AK20) ging kurz danach an Frank Gildner, Leo Eckl komplettierte den Amberger Erfolg mit dem Sieg in der Juniorenklasse und Rang 8 im Gesamtfeld.

Die volle Bandbreite vom Profi bis zum Quereinsteiger und mit über 1200 Teilnehmern wieder größte Veranstaltung über die olympische Distanz in Süddeutschland sorgte am Sonntag für eine eindrucksvolle Kulisse am Rothseeufer. In mehreren Startwellen auf die Reise geschickt, war auch hier Wind an dem Tag beherrschendes Thema, ansonsten aber bestes Wettkampfwetter. Wie in den letzten Jahren säumten rund 10000 Zuschauer die Wettkampfstrecken. Herausragend die Leistungen sowohl von Tamara Zeltner als auch von Felix Sommerer im Gesamtfeld. Zeltner gelang unter den über 200 Damen der siebte Gesamtrang und der Sieg in der AK 40, Sommerer schaffte bei über 800 Einzelstartern bei den Herren Gesamtrang neun und mit Rang drei in der AK 20 noch den Sprung auf das Siegerpodest.

Für Bernd Hagen verlief der Wettkampf diesmal nicht im optimalen Modus, noch etwas an einer ISG Blockade laborierend kam er auf Gesamtrang 174 (16. AK 45), Günter Bottek finishte auf Gesamtrang 538 (25. AK55) und Wolfgang Kurz auf Rang 644 (92. AK 40). Kerstin Kurz nutze das Rennen als letzte Vorbereitung auf die am gleichen Ort in zwei Wochen stattfindende Roth-Challenge, also den bekannten größten Triathlon über die Langdistanz über 3,8 Km Schwimmen, 180Km Rad und 42Km Marathonlauf. Mit Rang 11 in der AK 40w hat sie nun eine gute Grundlage für die bisher größte Herausforderung in ihrer langen Triathlonkarriere.